Starker Rückgang der Verbraucherinsolvenzen

8o63 Insolvenzen, das melden die deutschen Amtsgerichte für den Monat April.
Das sind 8,2 Prozent weniger Insolvenzen als noch ein Jahr zuvor.

Für den deutlichen Rückgang bei den Verbraucherinsolvenzen wird vor allem der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung verantwortlich gemacht.
Das Statistische Bundesmat bestätigt, dass der Rückgang um 8,2 Prozent der stärkste Rückgang der Insolvenzen seit Januar 2009 ist.
Michael Bretz, Experte der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, sieht den Rückgang der Verbraucherinsolvenz darin begründet, dass die Arbeitslosenzahlen weiter rückläufig sind:

„Der positive Trend ist auf die stark sinkende Arbeitslosigkeit zurückzuführen, denn Arbeitslosigkeit ist der Schuldenauslöser Nummer eins.“

Änderung des Insolvenzverfahrens

Aber auch die Diskussion um eine Änderung des Insolvenzverfahrens, lässt die Schuldner eher abwarten bevor sie die Privatinsolvenz beantragen.
Die Änderung des Insolvenzverfahrens sieht vor, dass die Änderung die Verbraucher schon binnen drei und nicht wie bisher in sechs Jahren ihre Schulden loswerden können.
Viele Schuldnerberater raten daher zum Abwarten.

Außer den Verbraucherinsolvenzen sind aber auch die Firmenpleiten rückläufig.
Die Zahl der Firmenpleiten sank mit 7,4 Prozent auf 2587 ebenfalls kräftig.
Christoph Niering, Vorsitzender des Verbands Insolvenzverwalter Deutschlands sieht die verbesserten Finanzierungsbedingungen als Grund dafür.
So ist es für in Schwierigkeiten geratene Unternehmen leichter, durch Umschuldungen und Neustrukturierungen die Insolvenz zu vermeiden.

Geschrieben von Thomas am 10. Juli 2011 | Abgelegt unter selbstständig | Kommentare deaktiviert für Starker Rückgang der Verbraucherinsolvenzen

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