Restkreditversicherung beim Ratenkredit

Die Restkreditversicherung ist die häufigste Absicherung bei Ratenkrediten.
Über 25 Prozent der Ratenkreditbesitzer haben auch eine Restkreditversicherung.
Die Restkreditversicherung dient dazu die Ratenzahlungen gegen Arbeitslosigkeit oder Krankheit abzusichern.
Auch der Todesfall ist bei der Restkreditversicherung abgesichert, in diesem Fall wird der Kredit sofort getilgt.

Doch besonders an dieser Versicherung scheiden sich die Geister.
Im Dezember 2009 urteilte der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs, dass ein Darlehens- und ein Vertrag über eine Restschuldversicherung verbundene Geschäfte sein können.
Dadurch können Kreditnehmer mit einer Restkreditversicherung, die in der Widerrufsinformation zum Kredit nicht auf den Verbundcharakter hingewiesen wurden, den Darlehensvertrag unbefristet widerruffen.

Im konkreten Fall führt der BGH an, dass das Darlehen teilweise der Finanzierung der Restschuldversicherung gedient hat.
Diese Form der Finanzierung der Restkreditversicherung findet sich bei vielen bestehenden Ratenkrediten.
Grundsätzlich kann damit wohl der größte Teil der bestehenden Kreditverträge wirderrufen werden.
Allerdings geht der Bankenfachverband nicht davon aus, dass nun viele Verbraucher ihre Kreditverträge widerrufen.
Duch das Urtel des BGH zeigt grundsätzlich, dass ein Zusammenhang zwischen dem Ratenkredit und einer Restkreditversicherung besteht.
Diesbezüglich liegen die Verbraucherzentralen schon lange im Streit mit den Anbietern von Ratenkrediten. Den Anbietern wird vorgeworfen, dem Kreditnehmer den Eindruck zu vermitteln, er würde den Kredit nur im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Kreditversicherung bekommen.

Geschrieben von Thomas am 21. März 2010 | Abgelegt unter Versicherung | Kommentare deaktiviert für Restkreditversicherung beim Ratenkredit

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