Forward-Darlehen kostet Baufinanzierer viel Geld

Mit Forward-Darlehen verzockt

Auch deutsche Hausbesitzer haben sich am Kapitalmarkt verzockt.
Die relativ niedrigen Zinsen ab dem Jahr 2009 haben tausende Immobilienfinanzierer genutzt um vermeindlich ein Schnäppchen zu machen.
Aus Angst vor steigenden Zinsen haben viele private Immobilienfinanzierer sogenannte Forward-Darlehen abgeschlossen.

Mit einem Forward-Darlehen kann man sich die vermeintlich niedrigen Zinsen für ein Darlehen sichern, dessen Zinsbindung erst in einigen Jahren ausläuft.
Viele wollten dem Kapitalmarkt ein Schnippchen schlagen, sie wurden dazu aber auch von den “Experten” dazu angeregt.
Mit Experten meine ich nicht nur die Banken sondern auch die Medien.
Sowohl in Zeitungen als auch im Fernsehen wurden fleißig Tipps gegeben wie man sich die günstigen Zinsen sichert.
Was im Fernsehen kommt oder in der Zeitung steht kann nach Meinung vieler Deutscher ja nicht verkehrt sein.
Doch währen der “Finanzexperte” aus dem Fernsehen nicht greifbar ist, muss sich der Bankberater dem Kunden stellen.
Dabei ging es dem Bankberater gar nicht darum den Kunden zu übervorteilen, für ihn war lediglich wichtig den Kunden weiter und rechtzeitig zu binden.

Aufgrund dieser breitgestreuten Finanz-Tipps, hat sich der brave deutsche, auf Sicherheit bedachte, Häuslebauer zu einer Wette hinreißen lassen.
Mit seinem Forwardarlehen wettete er auf steigende Zinsen.
Sein Wetteinsatz war der Zinsaufschlag den er für das Forward-Darlehen bezahlen musste und dieser Zinsaufschlag war zum Teil erheblich.

Forwarddarlehen bis zu 20.000 Euro teurer

Da die Zinsen weiter gesunken sind, hat er nicht nur den Aufschlag zu bezahlen sondern ist auch an den teuren Kredit gebunden.
Die Mehrkosten sind für den Kreditnehmer erheblich.
Die FMH Finazberatung hat recherchiert wieviel Kreditnehmer mit einem Forward-Darlehen verloren haben.

Am härtesten hat es die Kreditnehmer getroffen die bereits 2009 ein Forward-Darlehen abgeschlossen haben.
Im Schnitt verlangten die Banken 5,10 Prozent Zinsen.
Läuft die Zinsbindung jetzt aus gibt es ein vergleichbares Darlehen für 3,16 Prozent.
Selbst der Wert ist nach meiner Ansicht noch zu hoch, denn die Zinsbindung des Forward-Darlehens beträgt nur noch 7 Jahre.
Darlehen mit einer Zinsbindung unter 10 Jahren sind auch mit Zinssätzen unter 3 Prozent zu erhalten.

Selbst bei obiger Rechnung zaht der Kreditnehmer 19.600 Euro mehr im Durschschnitt, als einer der auf das Forward-Darlehen verzichtet hat.

Jetzt wird alles anders, die Kunden sollen sich den jetzt niedrigen Zinssatz mit einem  “Forward-Darlehen” sichern – sagen die Experten.

 

Geschrieben von Thomas am 16. Februar 2012 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Inkassounternehmen machen Kasse

Nicht immer können Kreditnehmer ihre Kredite ordnungsgemäß zurückzahlen.
Immer mehr Menschen tappen in die Schuldenfalle.
Fast die Hälfte der Bevölkerung gibt mehr aus, als sie eigentlich auf dem Konto haben.
Nie war es so leicht Schulden zu machen wie heute. Fast alles kann bequem von zuhause aus bestellt werden, bezahlt wird erst später oder mit der Kreditkarte.
Dazu kommen die Angebote der Banken mit ihren Sofortkredit mit Minizinsen und kleinen Ratenzahlungen.
Doch was tun, wenn sich die Schulden häufen und die Liste der Gläubiger immer länger wird?
Dann steht plötzlich ein Geldeintreiber von einem Inkassounternehmen vor der Tür stehen.
Und der Geldeintreiber treibt Schulden ein.
Das heißt: Ganz gleich welche und ganz gleich wie hoch die Schulden sind.

RTL bringt heute abend eine Dokumentation über Inkassounternehmen.
Wie diese Unternehmen Geld eintreiben und auch wie man einen Job als Geldeintreiber bekommt.Hauptsache, der Schuldner zahlt.
“Aufmachen, Kasse machen! Von alten und jungen Hasen im Inkassogeschäft”, ist der Titel der Sendung.
Nicht jeder Schuldner zahlt seine Schulden freiwillig.
Daher ist der Job als Inkassounternehmer nicht immer ungefährlich.
Wie man sich richtig an der Haustür verhält, was die Geldeintreiber noch bei ihrer Ausbildung lernen zeigt die Sendung.

Eine Ausbildung zum Inkassounternehmer wird übrigens vom Bundesverband für Inkasso und Forderungsmanagement angeboten. Allerdings müssen auch Paragraphen und Gesetzestexte gelernt werden.
Wer besteht erhält am Ende das Zertifikat zum Inkassounternehmer.

Geschrieben von Thomas am 29. Januar 2012 | Abgelegt unter selbstständig | Kommentare deaktiviert

Rollierender Geldmarktkredit

Der rollierende der Geldmarktkredit oder auch “Geldmarktdarlehen” ist in letzter Zeit deutlicher in den Focus von privaten Kreditnehmern geraten.
Aufmerksam auf diese Kreditform wurden sie durch die Berichterstattung über Immobilienfinanzierung unseres Bundespräsidenten Christian Wulff. Er nutzte einen Geldmarktkredit für die Finanzierung seines Eigenheims zu erstaunlich günstigen Konditionen, für das Darlehen zahlte Wulff lediglich zwischen 1 und 2 Prozent Zinsen.

Was ist ein Geldmarktkredit ?

Dabei ist so ein Kredit eigentlich ein ganz alter Hut.
Geldmarktdarlehen sind Darlehen die zu variablen Konditionen vergeben werden.
Der Zinssatz bleibt nur für eine kurze Zeit festgeschrieben, häufig für 3 Monate und richtet sich entsprechend nach dem 3 Monats-Euribor.
Ein Durschschnittzinssatz für den sich die Banken untereinander Geld leihen und der von “Reuters” veröffentlicht wird.
Da sich die kurzfristigen Zinsen auf einem historisch niedrigen Niveau befinden ist ein Geldmarktkredit zur Zeit eben besonders günstig.
“Otto-Normalverbraucher” wird aber wohl einen höheren Aufschlag bezahlen müssen als unser Bundespräsident.

Der deutsche Häuslebauer ist aber allgemein an einer planbaren Immobilienfinanzierung interessiert und schließt hauptsächlich Kreditverträge mit lange festgeschriebenen Zinsen ab.
Das aus gutem Grund, denn eine Immobilienfinanzierung läuft über viele Jahre und irgendwann werden auch die kurzfristigen Zinsen wieder steigen.
Allerdings kann man diese rollierende Geldmarktkredite auch kurzfristig in Darlehen mit langer Zinsbindung umfinanzieren, wichtig ist dabei den richtigen Zietpunkt nicht zu verpassen.

Einige Lokalzeitungen haben bei ihren lokalen Sparkassen und Volksbank angefragt ob sie solche rollierenden Geldmarktkredite im Angebot haben ?
Die Antworten haben mich doch etwas erstaunt.
Es gibt sie – natürlich, in der Praxis werden sie aber nicht abgeschlossen.
Das wundert mich doch etwas, sicher ist es ein Risiko große Summen wie bei eine Immobilienfinanzierung mit einem variablen Zins zu finanzieren, doch bei kleineren Summen (Modernisierung) kann man sich durchaus darauf einlassen.
Es gibt auch andere gute Gründe für einen Geldmarktkredit, wenn zum Beispiel das Darlehen kurzfristig zurückgezahlt werden soll, weil ich eine größere Summe Geld erwarte.

Häufig kaufen Privatkunden neue Häuser und können erst nach ihrem Umzug ihr bisheriges Haus verkaufen, dafür ist die Finanzierung per Geldmarktkredit, sicherlich die derzeit günstigste Finanzierungsmöglichkeit.

Geschrieben von Thomas am 16. Januar 2012 | Abgelegt unter Immobilienkredit | Kommentare deaktiviert

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